Mittwoch, 14. oktober 2009
Hier eine Info über die bereits veröffentlichten Bücher und die Planungen

Valongatu - Insights (veröffentlicht)
Valongatu - Die Verbündeten (veröffentlicht)
Valongatu - Die Sterneninsel (fertig und in Druckvorbereitung)
Valongatu - Die Geheimnisse des Kaday (fertig und in Druckvorbereitung)
Valongatu - Simnas Vermächtnis (wird gerade lektoriert)
Valongatu - Von Kimmath nach Valongatu (noch in arbeit)
Valongatu - Die Allmachtsmaschine (noch in arbeit)

Valongatu - Simna (in arbeit)

Valongatu - Jeru Shavar (in arbeit)

Valongatu - Frozengard (in arbeit)

von Andreas Adamus - veröffentlicht in: Fantasy Science Fiction - Community: Literatur und Utopien
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Montag, 12. oktober 2009
Immer mehr gewinne ich den Eindruck ,das Fantasy mit Horror un Ekel in Verbindung gebracht wird. Zunehmend tummeln sich missverstandene, verzweifelte, sehnsüchtige, Vampire, Werwölfe, Dämonen in schnell herunter erzählten Geschichten. Man mag das zwar derzeit noch unter Fantasy einordnen, aber ich denke die Bezeichnung “Cothic Novel“, oder schlicht “Cothic“, wäre angebrachter und weniger missverständlich.

Um es klar zu sagen; mir ist es egal was Jemand schreibt. Aber wenn ich eine schöne Fantasy Schwarte (und ich bin nicht der einzige Liebhaber klein geschriebener, dicker Wälzer) in die Hand nehme, und im Klappentext von Vampiren und Dämonen lese, lege ich das Buch sofort wieder weg.

Fantasy hat meiner Meinung nach viel mit Poesie, Lyrik und der – von mir aus – erschöpfenden Beschreibung phantastischer Welten zu tun. Vor kurzem las ich in einer Tageszeitung ein recht entlarvendes Interview mit einer jungen deutschen Fantasyautorin. Und ich will gleich vorausschicken dass ich nicht neidisch auf jemandes Erfolg bin. Im Gegenteil. Je mehr Bücher es gibt umso mehr Inspiration. Dennoch, in dem Interview gab die Autorin an, dass sie den “Herrn der Ringe“ öde fand, weil zu langatmig. Diese Antwort suggerierte mir sofort ihr Roman müsse wohl schnell herunter geschrieben sein, um nicht als langweilig zu erscheinen. Ich habe mich offenbar nicht getäuscht, denn ein Freund klappte das Buch nach nur vierzig Seiten enttäuscht zu. Seine Aussage:

„Hastig erzählt, ohne Atmosphäre. Man hat das Gefühl dem Ablauf eines Computerspiel - Levels zu folgen. Und natürlich kommen Vampire, Werwölfe und traurige Dämonen vor.“

Ich vermisse die Bereitschaft der Autoren ihre Welt atmen zu lassen, die sich eine Leserschaft heran züchten, die keinerlei Muse hat, voll und ganz in eine andere Welt einzutauchen. Ich würde das wie eine gehetzte, vorweihnachtliche Shoppingtour durch den Fantasy Secondhand Store bezeichnen. Mit Fanatsy, die wahre Welten entstehen lässt, reich versehen mit Völkern, Sprachen, Ländern, Kulturen, Poesie, Philosophie und schillernden Charakteren, hat das alles nix zu tun.

von Andreas Adamus - veröffentlicht in: Fantasy Science Fiction - Community: Fantasy
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Montag, 12. oktober 2009
sieht richtig echt aus !


von Andreas Adamus - veröffentlicht in: Fantasy Science Fiction - Community: Fantasy
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Freitag, 9. oktober 2009
So könnte ein Kiray aussehen (Lenker eines Sternentores)
von Andreas Adamus - veröffentlicht in: Fantasy Science Fiction - Community: Literatur und Utopien
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Donnerstag, 8. oktober 2009
Der Text beinhaltet die ersten Zeilen eines Fantasyromans, der auf den Baloriwelten Valongatus spielt. Die Bewohner werden von "Göttern" dominiert und zu Kriegen angestachelt (Parallellen zu den griechischen Mythen sind gewollt). Die Hauptperson ist Atreju (vorläufiger Name. Entlehnt aus der Unendlichen Geschichte, entlehnt aus dem Griechischen...was passen würde).
Also hier der Text:

Die Tage wurden Kürzer, aber noch schien die Sonne heiß vom Himmel, und sandte ihr Licht durch das goldgefärbte Blätterdach. Im Schatten der Bäume und Felsen lag schon die Kühle des herannahenden Herbstes. Aber noch stemmte sich der Sommer mit aller Macht dagegen. Gelbe Blätter fielen ab und an von den Zweigen herab und die Hufe seines Pferdes Loy raschelten im Laub, das den Boden bedekte. Die friedliche Ruhe des Waldes tat Atreju gut, der in den letzten Monaten und Jahren genug Unglück und Leid gesehen hatte, als selbst ein junger Mann ertragen konnte.

Schliesslich erreichte er das Ende des Waldes. Ein böiger Wind wehte über die Ebene. Er war warm und kündigte Regen an. Atreju sah von der Anhöhe in das weitläufige Tal hinab. Er blickte auf ein Land, das von weiten Grasflächen bedeckt war, in die der Wind ein glänzendes Muster hauchte, silbrige Wellen darin formte und es zum Rauschen brachte wie ein aufgepeitschtes Meer.

Atreju strich Loy sanft über den Hals und zog sich die Kapuze über den Kopf, als die ersten, dicken Regentropfen herabfielen. Der Himmel verdüsterte sich und der Wind frischte weiter auf.

Er lenkte Loy den Abhang hinunter, aus dem Schutz des dichten Waldes hinaus, in dem er sich seit Tagen bewegt hatte und hinein in das offene Land, dass sich schier endlos nach Osten erstreckte. Das hohe Gras machte Loy das Laufen schwer. Kleine Flussläufe und Bäche plätscherten unter den dichten Halmen und oft musste Loy mit einem beherzten Sprung von einem Ufer zum anderen setzen. Büsche und dornige Sträucher voller Beeren, versperrten ihnen oft den Weg, aber dennoch war Atreju froh darüber die staubigen, trockenen Wüsten des Südens hinter sich gelassen zu haben. Hier schien es nichts zu geben was ihn beunruhigen müsste. Es gab genügend wilde Kräuter und Früchte, die er essen konnte und auch die Spuren von Wild konnte Atreju erkennen und verfolgen, sollte er Hunger auf Fleisch verspüren. Das Land war weitgehend unbewohnt und friedlich. Hier zumindest war es unberührt, zeigte kein Anzeichen von Zivilisation und deren unangenehmen Begleiterscheinungen wie Streit und Hass.

Es war früher Nachmittag, als sie eine flache Anhöhe erklommen hatten und der Regen endlich nachliess. Die Sonne kam hervor und brannte heiß auf das Land herab. Die Luft roch nach Laub und Gräsern und schien wie rein gewaschen. Atreju entledigte sich des Regenumhangs und sog den würzigen Duft der Pflanzen, gierig in seine Lungen. Es war eine Mischung aus späht blühenden Blüten, frischem Gras und dem herben Aroma welken Laubes. Atreju fühlte sich gut und zufrieden. Der Schrecken der vergangenen Monate fiel nun gänzlich von ihm ab. Kriegsgeschrei und Waffenklirren, das seine Ohren für lange Zeit erfüllt hatte, verklang. Die Bilder von Feuer, Zerstörung und der Anblick Sterbender verblassten.

Atreju liess die letzten Regentropfen über sein Gesicht laufen, als könnten sie all die Erinnerungen fortwaschen. Verträumt liess er seine Gedanken kreisen und genoss den Sonnenschein auf seiner Haut. Er öffnete die Augen und betrachtete das weite Land etwas genauer. Von der kleinen Erhebung aus, auf der sie standen, meinte er Wege und Strassen zu erkennen, die sich durch die dichte Vegetation schlängelten. Er liess den Blick weiter schweifen, bis er an etwas hängen blieb, das ihn beunruhigte. Es war eine kleine, dünne Rauchfahne, die sich wie ein schwarzer Faden über den Horizont zog. Der dunkle Kratzer am blauen Himmel war zu gross für ein Lager oder ein Kaminfeuer. Möglicherweise hatte der Blitz in eine Waldung eingeschlagen, überlegte Atreju, doch das kurze Unwetter, das über das Land hinweggezogen war, schien im keine Erklärung dafür zu sein, zumal es das Land dort, wo der Rauch aufstieg, nicht berührt hatte.

Was es auch immer sein mochte, Atrejus Argwohn war geweckt. Ungewollt erwachten alle Sinne in ihm. Die Sinne eines Kriegers, die ihn alarmierten.

 

von Andreas Adamus - veröffentlicht in: Fantasy Science Fiction - Community: Fantasy
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